Ein Gesicht
Ein Gesicht von 18 Millionen.
Ganz schön viele Menschen, wenn man bedenkt, dass Deutschland fast 84 Millionen Menschen einen Lebensraum bietet. Und diese 18 Millionen betreffen nur Menschen mit Migräne. Andere chronische Krankheiten sind nicht beinhaltet.
Und dennoch ist diese Krankheit noch recht unerforscht, tabuisiert und unbekannt. Oder sie wird missbraucht – als Ausrede für den letzten Kater. Nur Betroffene wissen, was Migräne bedeutet. Nur Betroffene haben das Recht, sich dazu zu äußern. Allen anderen würde ich am liebsten einen imaginären Maulkorb verpassen.
Migräne mit Aura ist eine neurologische Erkrankung, bei der sich im Gehirn Blutgefäße erweitern, die dann eine Entzündung signalisieren und starke Schmerzen auslösen. Die Aura sind neurologische Störungen und Begleiterscheinungen, die zu dem Schmerz dazukommen oder ein Vorbote für einen Migräneanfall sein können.
Die Schmerzen der Migräne können im Nacken- und Schulterbereich auftreten, auf einer oder beiden Kopfhälften, hinter den Augen oder mittig auf der Stirn ihr Unwesen treiben.
Die Aura kann sich durch Folgendes äußern:
Übelkeit und Erbrechen oder Durchfall
Schwindel
Sprach- und Wortfindungsstörungen
Lähmungserscheinungen, Kribbeln oder Taubheit
Blitze, Punkte oder Schleier vor den Augen
schnelle Reizüberflutung, besonders bei Gerüchen und Geräuschen, sowie eine hohe Intensitätsempfindlichkeit
Apathie oder Ohnmacht sowie Fieberträume
So ein Anfall kann attackenartig kommen oder sich anschleichen und bis zu 73 Stunden dauern. In besonderen Fällen auch länger, was dann als Status migränosus eingeordnet wird.
Das waren die harten und wichtigen Fakten.
Was Migräne für mich bedeutet – das möchte ich in den kommenden Beiträgen beschreiben. So viel sei gesagt: Es wird ehrlich. Unschön. Und manchmal auch sehr harte Kost.